Probleme mit Algen

22. Juni 2008 – 20:53

Wie ich schon in dem Beitrag Algen im Aquarium beschrieben habe, gibt es für verschiedene Ursachen. Die meisten dieser Ursachen lassen sich leicht verhindern oder beheben, wenn man weiß warum welche gerade wachsen.

färben das Aquarienwasser grün und das Wasser wird undurchsichtig. Gründe hierfür können zuviel Nitrat und/oder Phosphat sein. Die Nahrungskonkurrenz zu den Wasserpflanzen ist zu gering und die setzen sich durch oder aber es gelangt zeitweise Sonnenlicht in das Aquarium, was die wachsen lässt.

Als Sofortmaßnahmen lassen sich hier ein Teilwasserwechsel von etwa 40% sowie das entfernen von Mulm und alten Pflanzenblättern nennen. zusätzlich kann man sicherlich einen Zusatz mit hinzugeben, welcher den Phosphatgehalt im Aquariumwasser senkt. Sollte tatsächlich Sonnenlicht in das Aquarium hineinscheinen, so ist dieses abzuschatten oder das Aquarium so aufzustellen, dass kein Sonnenlicht hineingelangen kann.

- Grünalgen

sind sehr häufig das große Problem im Aquarium. Sie entstehen immer dann, wenn die Nahrungskonkurrenz zu den Aquarienpflanzen ausbleibt. Es sind zu viele Nährstoffe für die Pflanzen vorhanden. Durch den Überschuss an Nitrat und Phosphat wachsen die . Dies passiert auch, wenn die Pflanzen nicht richtig wachsen und somit ebenfalls zu wenig Phosphat und Nitrat verbrauchen, welches die dann ernährt.

Als Sofortmaßnahme kann man zunächst auch hier einen Teilwasserwechsel von ca. 30% machen, allerdings sollte hier Osmosewasser in das Aquarium eingebracht werden. Dann wird das Aquarium gesäubert: Alte Pflanzenblätter werden entfernt und der Mulm wird abgesaugt. Zusätzlich muss jetzt mit Makronährstoffen gedüngt werden, damit die Pflanzen zusätzlich Vitamine und Spuernelementen erhalten und die ins Hintertreffen geraten. Wenn zu wenig Aquarienpflanzen im Aquarium vorhanden sind sollten schnellwachsende Pflanzen eingesetzt werden, da diese viele Nährstoffe aus dem Wasser ziehen und den somit die Nährstoffquelle entziehen.

- Grünalgen / - Rotalgen

Die gehören auch die den Grünalgen und sind durch kurze grüne Algenfäden an den Scheiben, der Dekoration und den Blättern zu erkennen. Diese entstehen langsam, was sich auf verbrauchte Leuchtmittel begründet. Gleiches gilt auch für die die ein sehr ähnliches Wachstumsverhalten zeigen, wie die .

Diese lassen sich oftmals durch gleichmäßigen , regelmäßigen Leuchtmitteltausch und Welse wie dem Ancistrus oder Amanogarnelen so eindämmen, dass sie kein Problem darstellen.

Balualgen sind Cyanobakterien die bei hohen Nitrat- und Phosphatwerten sowie starker Belüftung des Wassers und falscher Beleuchtung auftreten. Wenn man sie aus dem Aquarium herausholt riechen sie nicht sehr angenehm.

Als Sofortmaßnahme sollte ein großzügiger erfolgen und die dabei abgesaugt werden. Der ph-Wert ist oftmals zu hoch und sollte gesenkt werden. Weiterhin ist es manchmal notwendig mit einem Präparat gegen die Bakterien vorzugehen.

Übrigens: In einem Aquarium mit Bodenheizung haben wir noch nie vorgefunden.

sind schmierige Diatomeen oder auch Kieselalgen genannt. Sie lassen sich ebenfalls auf den Scheiben, der Dekoration und den Pflanzen nieder. Der Ursprung ist hier sehr oft zu hohe Silikatwerte und eine zu schwache Beleuchtung des Aquariums.

Hier sollte ebenfalls Wasser gewechselt werden, allerdings mit Osmosewasser aufgefüllt werden. Die Beläge können mit einem für die Scheiben und Pflanzen schonenden Tuch oder Watte entfernt werden. Außerdem sollte die Beleuchtung gewechselt werden und den Pflanzen danach entsprechend Nährstoffe zugegeben werden. es gibt hier auch Zusätze, welche den Lichteinfall für die im Aquarienwasser blockt, was während der Umstellung sehr nützlich sein kann.

Ich will mal sehen, dass ich ein paar Fotos auftreibe, auf denen die jeweiligen Algenarten, die den einen oder anderen manchmal vielleicht auf Trab halten, zu sehen sind, damit man sich etwas deutlicher orientieren kann.


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    1. Ein Kommentar zu “Probleme mit Algen”

    2. Betr.: Blaualgen.

      Als ich aus gesundheitlichen Gründen längere Zeit nicht in der Lage war, in einem Gesellschaftsaquarium Wasserwechsel durchzuführen, machten sich Cyanobakterien breit. Das Rezept bestand darin, mindestens 1 Woche Vollständig abzudunkeln. Es darf durch die Abdeckung auch nicht das kleinste bisschen Licht durchscheinen. Eine dünne Tischdecke reicht nicht aus. Als trotz eines größeren Wasserwechsels sich wieder kleinere Herde des Befalls zeigten, habe ich beim Wasserwechsel auf 10 Liter Wasser 3 ml Wasserstoffperoxyd zugegeben. Seitdem habe ich Ruhe. Der Einsatz des letzteren soll auch ohne Abdunkeln helfen. Ich denke aber doppelt genäht hält besser.
      Erwachsenen Fischen schadet die einwöchige Hungerkur nichts. Im Urlaub müssen sie bei mir 2 Wochen warten und sind noch fit.

      Von Dr. Werner Neumann am Aug 29, 2010

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